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Rosenbaum
Anmeldungsdatum: 29.08.2006 Beiträge: 1205

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Verfasst am: Di 14 Okt, 2008 12:13 Titel: Peinlicher Ratschlag |
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Im Gutachten der Berliner Beratungsgesellschaft BBD waren auch in der extra Studie zur städtischen Nibelungen Wohnbau Ratschläge für die zukünftige Geschäftspolitik erteilt worden.
Bereits Anfang des Jahres 2008 geschrieben heißt es da doch tatsächlich wörtlich:
| Zitat: |
| Die ehemals `Goldene Bilanzregel´ - Wohnungsbestände sind langfristiges Anlagevermögen, welches auch langfristig finanziert werden sollte - ist weitgehend obsolet ... (Quelle: Machbarkeitsstudie, Teilprojekt Strategieberatung Nibelungen-Wohnbau-GmbH, Seite 36) |
... und stattdessen schlugen die Berliner Berater um den ehemaligen Berliner Regierenden Bürgermeister Stobbe (SPD) und die ehemalige SPD-Finanzsenatorin Fugmann-Heesing den Braunschweigern allen Ernstes vor, sich eher kurzfristige Finanzierungsquellen auf dem Finanzmarkt zu suchen:
| Zitat: |
| ... hat der Finanzmarkt als Finanzierungsquelle für die Wohnungswirtschaft Priorität erlangt. [...] Bevorzugt werden deshalb kurzfristige Finanzierungen ... (ebd.) |
Die Nibelungen Wohnbau-GmbH ist demgegenüber klassisch langfristig und damit solide über Hypotheken und Grundschulden finanziert und - zum Glück - (noch) nicht diesen Ratschlägen gefolgt.
Auch ist dieser goldige Ratschlag zur Abkehr von der Goldenen Bilanzierungsregel ein dreiviertel Jahr alt, und es ist fraglich, ob der jetzige Zeitgeist solche Vorschläge noch trägt. *
Unklar ist nun, ob die Stadt einen Teil ihrer Gutachten-Kosten (ca. 140.000 €) von der BBD nun zurückerstattet erhält, ... wegen offensichtlicher Falschberatung ...
_________
* Die Finanzierung von langfristigen realwirtschaftlichen Projekten wie Häusern, Straßen und Bauprojekten durch kurzfristige Kredite am Finanzmarkt war der Hypo-Real-Estate zum Verhängnis geworden und gilt seit einigen Tagen eher als Beispiel hoch-riskanter und unsolider Geldbeschaffung. _________________ Privatisierung stoppen
die kritische Website http://www.ppp-irrweg.de |
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brunos wiek
Alter: 26 Anmeldungsdatum: 13.07.2008 Beiträge: 329 Wohnort: brunswieg

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Verfasst am: Fr 17 Okt, 2008 11:28 Titel: |
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Die Sterne der Privatisierungs-Apologeten verblassen ja nun im Eiltempo.
Wo sind die sie alle hin, die Befürworter ? _________________ "Die Zeitungen überprüfen sich gegenseitig" (Paul-Josef Raue am 6.1.2009 in der Christuskirche) |
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Ulenspiegel
Alter: 11 Anmeldungsdatum: 23.07.2008 Beiträge: 6735

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Verfasst am: Fr 17 Okt, 2008 11:56 Titel: |
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@ bruno,
sie sind nicht weg, genauso wenig wie das Geld.
Sie verschnaufen nur, arbeiten aber weiter - verdeckt.
Schon heute in den Debatten bereits Anzeichen von "Weitermachen - aber nicht mehr so auffallen, besser lügen!"
Dazu ein Haiku:
Gering(ab)schätziges
(Haiku - frei nach den Lehren
Han Fei-tze (chin. Philosoph 280-233 v.u.Z.)
Des Feindes Waffen
dort, wo Du ihn unterschätzt -
sind die Schärfsten!
Gruß von
Ulenspiegel |
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wolf
Anmeldungsdatum: 06.08.2008 Beiträge: 94

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Verfasst am: Fr 17 Okt, 2008 13:01 Titel: |
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Stimme hier ulenspiegel voll zu.
Spielregeln wurden ja (noch) nicht verändert.
wolf |
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Ulenspiegel
Alter: 11 Anmeldungsdatum: 23.07.2008 Beiträge: 6735

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Verfasst am: Fr 17 Okt, 2008 17:40 Titel: Keine echte Rettung für Steuerzahler! |
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@ wolf,
werden sie auch nicht, die retten sich gerade selbst, weil...
1. Rettung für die "Sparer" hieß lediglich Rettung für Vermögende, da wie bereits festgestellt, lediglich 10% insgesamt 60% des gesamten ersparten Vermögens besitzen.
Die restlichen 90% (der kleinen und mittleren) Sparer halten derzeit einen Anteil von 40 % Vermögen. Wem wird also das Versprechen der Kanzlerin mehr nützen?
2. Im Rettungspaket (Seite 4) hat man § 66 - 69 der Bundes-Haushaltsordnung herausgestrichen.
Das bedeutet in Normaldeutsch, dass die Bundesregierung ihr Einspruchsrecht gegenüber den handelnden Banken, die evt. Gelder erhalten, nicht wahrnehmen wird und damit auch keine Mitsprache bei evt. Regelungen hat oder gar Forderungen stellen kann. Somit spricht man derzeit rein theoretisch davon, evt. Forderungen und Ansprüche an die Banken, denen man Geld überreicht, stellen zu wollen - rein rechtlich hat man aber aufgrund dieser "Außenvorlassung" der Haushaltsordnung leider kaum rechtliche Handhabe.
3. Die Regierung übernimmt zunehmend sog. "Problemaktiva" (schlechte faule Kredite) und gerät damit zunehmend in eine schlechtere Position, während die Banken ihre guten Kredite natürlich schön behalten. Sowas nennt man "Bad-banking" (schlechte Bankgeschäfte!). Auch hier nur Vorteile für die Banken, Nachteiliges für den Steuerzahler!
siehe dazu > Monitor-Sendung vom 16.10.2008 (2. Beitrag!)
ARD-Mediathek
Das erkennen nur Juristen und ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt.
Bessere Bedingung für unser aller Vermögen hingegen wäre wirklich, wenn man eine Steuer auf Spekulationsgeschäfte ansetzen würde, das wäre effektiver. Daraus könnte ein Rettungsfonds entwickelt werden...
denkt Ulenspiegel |
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