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Gen-Feld besetzt
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Rosenbaum





Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 1205


BeitragVerfasst am: Mo 27 Apr, 2009 23:00    Titel: Re: v.Thün-Institut lässt räumen ... Antworten mit Zitat

Rosenbaum hat folgendes geschrieben:
Um 15 Uhr kam die Polizei mit ca. 15 Einsatzfahrzeugen, umzingelte weiträumig das Versuchsfeld
und forderte die Besetzer mit Ultimatum von einer Stunde auf,
das Besetzungs-Camp zu räumen.

Einige Besetzer haben sich allerdings in luftiger Höhe von ca. 6 m festgesetzt und wollen ausharren.

Näheres folgt.


Bis 22.30h hatte die Polizei mit schwerem und schwerstem Einsatzgerät, Scheinwerfern und einer Hundertschaft zu tun,
bis die letzten Besetzer bzw. Besetzerinnen vom Turm geholt waren und abtransportiert wurden.

Hier zu sehen der schon gegen 17 Uhr herangeschaffte Leiterwagen der Feuerwehr und weiteres Gerät;
gut zu sehen auch die drei BesetzerInnen, einer ganz in der Spitze des Turms:



Auf der Straße vor dem eingezäunten Feld viel Polizei, um Demonstranten am Übersteigen des Maschendrahtzauns
zu hindern:





Die drei mühsam von den Polizeikräften heruntergeholten BesetzerInnen wurden im Anschluss
von der Polizei in drei verschiedene Richtungen in die Dunkelheit abtransportiert, eine davon
zum Sondergefängnis der Bereitschaftspolizei in BS-Gliesmarode, welches ja bereits anlässlich
des letzten Castor-Transportes traurige Berühmtheit erlangte

siehe Vorbeugehaft im Falle Cécile Lecomte: > Sonderhaftanstalt BS-Gliesmarode <

Wo sich die dorthin verbrachte Besetzerin im Moment befindet, ob sie eingesperrt wurde
oder schon wieder frei ist, kann im Moment nicht geklärt werden.

Somit dauerte dieser Polizeieinsatz gut 7 1/2 Stunden.
Die Mahnwache vor der Haupteinfahrt des v.Thün Institus geht aber trotzdem die nächsten Tage weiter.
_________________
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Zuletzt bearbeitet von Rosenbaum am Di 28 Apr, 2009 00:01, insgesamt einmal bearbeitet
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Luziefer-bs1



Geschlecht: Geschlecht:Männlich
Alter: 45
Anmeldungsdatum: 11.02.2009
Beiträge: 1317
Wohnort: Braunschweig

BeitragVerfasst am: Mo 27 Apr, 2009 23:58    Titel: Antworten mit Zitat

Hauptsache kein Polizist hat sich verletzt dabei, dass könnte sonst wieder schnell eine Anzeige wegen Körperverletzung geben.
Unsere Staatsanwaltschaft kennt bei sowas keinen Spaß.
Drücken wir den Leuten mal die Daumen, das der Onkel Döring einsichtig ist.
Aber um eine Akte werden sie wohl nicht drum herum kommen,wo drin steht das Sie klettern und mit Schlössern umgehen können.
Angeblich soll schon ein Werbesong geschrieben sein worden:
Aus Braunschweig kommt das vermose Genmais aus der Dose, dank der Asse II strahlt das ganze Gemüse mit dabei.
Haltet durch Jungs und Mädels.
mfg
Luzi
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Ulenspiegel




Alter: 11
Anmeldungsdatum: 23.07.2008
Beiträge: 6735


BeitragVerfasst am: Di 28 Apr, 2009 09:33    Titel: Mahnwache gegen Gen-Mais am Kanzlerfeld Antworten mit Zitat

Polizei räumt besetztes Genmais-Feld
titelt heute die bz-newsclick ihren Beitrag zur Genmais-Problematik in unserer Region.
In der Subline stellt bz-Schreiber stachura fest:
"Forschungsfelder sollen in Zukunft besser bewacht werden –
Mahnwachen im Kanzlerfeld"
Ja, der gleichen Meinung bin ich auch - rund um die Uhr
müssten gerade diese Betreiber ihre Freifeldversuchsstationen
bewachen und das auf eigene Kosten, nicht zu Lasten der
Steuerzahler, die mehrheitlich diesen Genanbau und
Genprodukte ablehnen.

Weiter aus dem bz-Text:
Zitat:
Drei Tage hatten die Umweltaktivisten unbehelligt
das Genmais-Feld bei Völkenrode besetzt. Gestern um
16.45 Uhr begann die Polizei mit der Räumung.
Kurz vor 21.30 Uhr meldeten die Beamten Vollzug,
wenngleich sich ihr Einsatz noch länger hinzog.


Question "Unbehelligt"? Merkwürdige und vielsagende Beschreibung,
wie ich finde. Will man damit seine Wertung kundtun, dass man
sich wundert, dass diese Aktion hier überhaupt stattfinden
konnte und nicht bereits hätte früher unterbunden werden
sollen? Hätten die Aktivisten also behelligt werden sollen,
nur weil sie von ihrem demokratischen Rechten Gebrauch
machen?

Begründung: Hauszelt gleich Eskalation!
Zitat:
Das Johann-von-Thünen-Institut (VTI), ehemals
FAL, hatte Montag früh die Entscheidung getroffen, das
besetzte Feld räumen zu lassen. Auf dem Feld soll
demnächst gentechnisch-veränderter Mais ausgesät
und erforscht werden.

Das Institut begründete das Ende der Duldung mit einer
neuen Situation auf dem besetzten Gelände. „Es sind große
Hauszelte aufgestellt und Gräben gezogen worden“,
so VTI-Sprecher Michael Welling. Das nannte er: „Eskalation.“

Ein Rechtsanwalt hat darauf hin die Stadt Braunschweig gebeten,
die unerwünschte Versammlung der Genmais-Gegner auf dem
VTI-Gelände zu beenden.

Seitens der Stadtverwaltung hieß es:
„Gemäß Versammlungsrecht ist eine Versammlung
dann nicht zulässig, wenn der Eigentümer des Grundstücks,
auf dem die Versammlung abgehalten wird, dies nicht oder nicht
mehr duldet.“


Letzteres ist korrekt, der Eigentümer muss solche Aktionen
nicht dulden, aber eine recht fadenscheinige Begründung der
Eskalation bedarf es dazu nicht. Wenn Hauszelte eine
bedrohliche Eskalation darstellen, dann sollte man die
Flüchtlingslager an den Grenzen zur EU und im Gazastreifen
ebenfalls direkt aufgrund "eskalierender Zustände" sofort
abbrechen und die Menschen anständig unterbringen.

Hingegen von Wahrung und Wahrnehmung demokratischer
Rechte, sich gegen Genmais-Anbau, - Aussaat und
Freilandversuche zu wehren, sich kritisch zu äußern und dies
öffentlich kund zu tun, schreibt die bz leider überhaupt nichts.
So wird auch akribisch der Technikeinsatz der Polizei beschrieben
und die Aktivisten als "Widerständler" deklariert, das muss reichen!
Ein wenig zu einseitig, wie ich finde...

Zitat:
Gegen 21.30 Uhr holten die Beamten die letzten
Widerständler aus dem Baumstamm-Gestänge auf den Boden zurück.

Die Räumung war eine komplizierte Angelegenheit. Die Besetzer
hatten sich an einen Betonblock gekettet, in dem ihre Arme bis
zu den Schultern steckten. Die Polizei durchbohrte den Block.
Ein Kran hob ihn samt Demonstranten auf einen Lastwagen zum Abtransport.
Bei Redaktionsschluss war die Polizei noch damit beschäftigt,
den Klotz zu zerlegen, um die Aktivisten zu befreien.

VTI-Sprecher Welling meint: „Unser Institut will zwar
keine Festung werden. Die Besetzung hat jedoch gezeigt,
dass unsere Forschungsfelder besser bewacht werden müssen.“
Wer dies bezahlen wird, ist noch unklar.

Normal bezahlt derjenige, der die Musik bestellt hat - oder?
Ich hätte da eine Idee (siehe oben), befürchte jedoch, dass die
rund 75 Prozent, die sich sogar gegen diesen Genmais aussprechen
auch den Werkschutz der Betreiber zahlen müssen, obgleich sie
dagegen sind - wie immer also!

Ein kurzes Statement des Bündnisses für eine gentechnikfreie
Region Braunschweiger Land lässt die bz dennoch zu:
Zitat:
Die Genmais-Gegner sehen ihren Protest als Erfolg.
Heiner Schrobsdorff, ein Sprecher aus Braunschweig, meint:
„Ich hoffe, die Bundesregierung nimmt den Protest wahr und
verabschiedet Qualitätsstandards für Lebensmittel.
Gentechnisch-veränderte Pflanzen bergen unkalkulierbare
Risiken für Menschen und Natur.“


Mahnwache geht weiter!
Trotz der Räumung geht der Protest
vor dem VTI am Kanzlerfeld weiter:
Demonstranten haben eine Genehmigung erhalten,
vor dem Haupteingang zwei Wochen lang Mahnwache
halten zu dürfen.


Gut so!
meint Ulenspiegel
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Ulenspiegel




Alter: 11
Anmeldungsdatum: 23.07.2008
Beiträge: 6735


BeitragVerfasst am: Di 28 Apr, 2009 10:51    Titel: Braunschweig: Besetztes Gen-Mais-Feld wird geräumt Antworten mit Zitat

Von Gentechnik-Gegnern besetztes Feld wird geräumt
Zitat:
Braunschweig (dpa/lni) - Das von Gentechnik-Gegnern
besetzte Versuchsfeld in Braunschweig wird voraussichtlich
geräumt. Das Johann Heinrich von Thünen Institut habe
Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch [Hervorhebung
von mir] gestellt, teilte ein Polizeisprecher am Montag mit.

Nun sei den Demonstranten ein einstündiges Ultimatum
zum Verlassen des Geländes gestellt worden.
Die Umweltschützer kündigten an, nicht freiwillig zu gehen.
Sie hatten das Feld bereits in der Nacht zu Freitag besetzt.
Die Aktion richtet sich gegen Freilandversuche mit
gentechnisch verändertem Mais.
Es handelt sich dabei aber nicht um MON 810,
dessen Anbau der Bund kürzlich verboten hat.
Altmark-Zeitung

Zum letzten Sätzchen: "Es handelt sich dabei nicht..."
Wink Natürlich nicht!
Das wäre ja noch schlimmer, wenn eine
staatliche Versuchsanstalt gegen die eigene Gesetzgebung
verstöße, wo doch Aigner (CSU) selbst den Anbau und die
Aussaat von MON810 gestoppt hat. Aber was ist das für ein
ANDERER GEN-MAIS, der dann dort angebaut wird? -
fragt sich das Volk dann...

MAISt nicht aufgeklärt
Doch diese Antwort bleibt man offensichtlich lieber schuldig!
Weshalb?
Ist diese andere Sorte gefährlicher, weshalb man sie lieber
verschweigt?
Oder ist sie weniger gefährlich, wenn ja, fragt man sich,
warum das nicht endlich den Leuten erklären und verdeutlichen,
die ja angeblich derzeit nicht genügend aufgeklärt seien und
infolgedessen ihre "dummen" Ängste pflegen?

Handelt es sich etwa um den T 25 von Bayer?
der genau wie MON810 schon lange zugelassen wurde.
Oder gar um die Bt-Maissorten von Pioneer Hi-Bred
International und Mycogen Seeds (1507) oder gar die
andere Sorte von Syngenta?
Auch die Zulassungsanträge für der drei
Monsanto-Bt-Maisarten MON863xMON810, MON863xNK603
und MON863xMON810xNK60 wurden gleichfalls an die EFSA
zurück überwiesen.

Seit 1998 habe die EU keine genveränderte Pflanze mehr
zum Anbau zugelassen, mehr als 40 Produkte stünden
auf der Warteliste. Begrüßt wird in Österreich jedoch die
Aufhebung der Einfuhrverbote, was in Österreich allerdings
fast durchweg bei den Politikern auf Widerspruch stößt.
Angeblich will die Kommission bis zum Sommer eine
"technische Lösung" für das Zulassungsproblem
finden.

Hier stimmt einiges nicht!
schlussfolgert Ulensp Rolling Eyes egel
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Rosenbaum





Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 1205


BeitragVerfasst am: Di 28 Apr, 2009 12:12    Titel: Oberbürgermeister eskaliert Gewaltanwendung Antworten mit Zitat

Welche Rolle bei der Eskalierung und Gewaltanwendung spielt die Stadt ?

Wir erinnern uns? Das v.Thünen Institut hatte gleich von Anfang an auf Räumung des Genfeldes bestanden;
die Polizei hatte aber de-eskalieren und die Räumung umgehen wollen.

Nun kommt plötzlich die Stadtverwaltung ins Spiel und eskaliert die Gewalt:

Zitat:
Ein Rechtsanwalt hat darauf hin die Stadt Braunschweig gebeten, die unerwünschte Versammlung
der Genmais-Gegner auf dem VTI-Gelände zu beenden. Seitens der Stadtverwaltung hieß es:
´Gemäß Versammlungsrecht ist eine Versammlung dann nicht zulässig, wenn der Eigentümer des Grundstücks,
auf dem die Versammlung abgehalten wird, dies nicht oder nicht mehr duldet.´
Als zuständige Versammlungsbehörde hat die Stadt eine Räumung des Geländes binnen einer Stunde verlangt.
Um 16 Uhr lief die Frist aus.

( BZ vom 28.4.2009 Seite 14)


Offensichtlich ist sich dieser Oberbürgermeister für diese Art "Problemlösung" nicht zu schade.

Die Stadtpolitik wird ihrem obersten Angestellten Fragen zu stellen haben.
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Rosenbaum





Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 1205


BeitragVerfasst am: Di 28 Apr, 2009 12:52    Titel: ... dann sind wir ganz schön angepisst... Antworten mit Zitat

Heute vor dem Verwaltungsgericht, wo über die Monsanto Klage verhandelt werden sollte:
Eine stattliche Zahl von Demonstranten hatten sich eingefunden mit passenden Transparenten:

"Wenn Gentechnik sicher wie die ASSE ist, dann sind wir ganz schön angepisst"


Mit Straßen- und Aktionskünstlern contra Gentechnik:

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Rosenbaum





Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 1205


BeitragVerfasst am: Mi 29 Apr, 2009 12:10    Titel: Wer ist der Scharfmacher Antworten mit Zitat

Versteckspiel zwischen Stadt, v.Thünen-Institut und dazwischen die Polizeidirektion.

Alles war doch friedlich, keiner will letztlich den Gen-Mais, warum dann die Scharfmacherei
mit der Räumungsverfügung und den völlig aus der Luft gegriffenen Begründungen vom Kaliber,
die Besetzer hätten z.B. ihren Müll im Ackerboden vergraben ?

Irgendwo sitzen also die Interessenvertreter und ihre Scharfmacher, die die Polizei unter Zuhilfenahme
großen Räumgeräts der Feuerwehr in Bewegung gesetzt haben.

Fakt ist, es existiert eine Räumungsverfügung des Oberbürgermeisters gegen die Gen-Feld-Besetzer.
Die Stadt sei nun mal die nach Versammlungsrecht zuständige Behörde, die verfügt und danach wird dann verfahren.

Aber warum redet sich der Oberbürgermeister dann heraus, er sei zu diesem Schritt von der Polizei
gedrängt worden?

Wer ist hier der Scharfmacher ?

Wir erinnern uns noch an die Vorgänge um die Einkesselung von Gegen-Demonstranten anlässlich der
NPD-Demonstration von 2005?
Auch dort gab es Verfügungen und Entscheidungen im Zusammenspiel zwischen Stadt (damals OB Hoffmann und Dezernent Kuhlmann)
und Polizei, die sich letztlich gegen die zivilen und friedfertigen Demonstranten richteten,
während sich die NPD die Hände reiben konnte.
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Ulenspiegel




Alter: 11
Anmeldungsdatum: 23.07.2008
Beiträge: 6735


BeitragVerfasst am: Mi 29 Apr, 2009 14:49    Titel: GEN-Mais-Versuchsfeld: Zuständigkeiten für Räumung? Antworten mit Zitat

Rosenbaum machte auf folgendes aufmerksam...
Zitat:
Fakt ist, es existiert eine Räumungsverfügung
des Oberbürgermeisters gegen die Gen-Feld-Besetzer.
Die Stadt sei nun mal die nach Versammlungsrecht
zuständige Behörde, die verfügt und danach wird dann verfahren.

Aber warum redet sich der Oberbürgermeister dann heraus,
er sei zu diesem Schritt von der Polizei
gedrängt worden?

Wer ist hier der Scharfmacher ? [...]


Zuständigkeit ist doch klar!
Die Frage erübrigt sich, weil die Zuständigkeiten eindeutig
per Gesetz geklärt und festgelegt sind.
Nicht die Polizei ist die zuständige auftragserteilende Behörde,
die das Versammlungsrecht regelt.
Nein! - Die Polizei ist lediglich ausführendes Organ - und da
wir hier im Land immer noch Gewaltenteilung haben,
was Hoffmann als Jurist sehr wohl weiß - d.h. die Polizei hat
gar nichts - schon gar nichts von sich aus in diesem Falle -
anzuordnen, auch gerade nicht, wenn es um die Räumungsveranlassung
selbst geht; sie führt nur die Veranlassung aus und durch.

Stadt und OB sind zuständig!
Die Veranlasser jedoch sind die zuständigen Behörden der Stadt,
Kommune oder des Staates und das ist definitiv in diesem
Rechtsgebiet der verantwortliche Oberbürgermeister,
nicht die Polizei!!!

Ist OB befangen - weil unter Polizeidruck?
Wer sich so feige hinter angeblichen Veranlassern
aus Polizeikreisen versteckt,
hat entweder keine Rechtskenntnisse oder er baut auf
die Unwissenheit seiner Umgebung.
Da Hoffmann Jurist ist, wage ich eher letzteres zu vermuten.

Also, wenn hier weiter behauptet wird, dass die Polizei
hier selbst das Zepter in die Hand genommen und Druck
ausgeübt habe, dann ist es an der hiesigen Aufsichtsbehörde
zu klären, ob sich der eigentlich verantwortliche OB hat
einschüchtern lassen oder seine Befugnisse nicht ganz
rechtskonform ausführt. Diese durch den OB offen
bezeugte Befangenheit gegenüber
einer ihm unterstellten Polizeibehörde könnte als
fragwürdig aufgefasst werden.

Ergänzend nun die Meldungen aus der nB...

Polizei räumte besetzten Acker
Protest wird als Mahnwache weitergeführt
(Veröffentlicht am Mittwoch, 29. April 2009 von Marion Korth)
Zitat:
Braunschweig. Die Polizei hielt sich bei der Protestaktion am
Dienstag vor dem Verwaltungsgericht im Hintergrund.
Die Genmais-Gegner blieben brav Question
[Hervorhebungen von mir] auf dem Bürgersteig.

Das besetzte Versuchsfeld des Thünen-Institutes
ist dagegen am Montagnachmittag von der Polizei
geräumt worden.
Das Institut hat gegen die Feldbesetzer, die zum
großen Teil nicht aus Braunschweig gekommen seien,
Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch gestellt
[...]


Vom Acker machen...
Wenn es lediglich um einen "Acker" ginge hätte man über ein
Sommerlager berichten können?! Es handelt sich
allerdings um ein GEN-MAIS-Versuchsfeld!!!

Wink Und auf einheimische Demonstranten
zu hoffen, als ob es darauf ankäme bei einem solch weitreichenden,
sogar globalen Thema NUR Proteste von Braunschweiger/Innen oder
Einheimischen zuzulassen?

Zitat:
„Uns war von Anfang an daran gelegen,
dass die Lage nicht eskaliert“, sagte Sprecher Michael Welling.
Deshalb sei es zunächst geduldet worden, dass die Feldbesetzer
widerrechtlich auf das Gelände eingedrungen sind.
Sie hätten dazu ein Tor aufgebrochen.


Hier eskalieren m.E. eher die unzähligen Ausreden und
tagtäglich neu hinzutretenden Erklärungsversuche, warum
man denn eigentlich diesen "harmlosen Acker" hat räumen
müssen, wenn es denn einer wäre.

Question Tor aufgebrochen? Davon hatte ich bisher nichts vernommen,
man kläre mich auf!

Zitat:
[...]Nachdem die Feldbesetzer jedoch Stroh auf der Fläche
verteilt hätten, auf der zu Versuchszwecken gentechnisch
veränderter Mais gesät werden soll, zudem noch mehrere
Zelte aufgebaut und Gräben gezogen hätten, wollte das
Institut diese „massiven Störung der Arbeitsabläufe“
nicht länger hinnehmen. [...]


Ausreden gar nicht nötig - daher fragwürdig!
Question Dass zur Zeit dort gearbeitet wird, obgleich die Saat
ja derzeit noch verboten ist, ist mir ebenfalls neu.
Desweiteren bedarf es weder solcher Ausreden noch
De-Eskalationsbeteuerungen seitens der Grundstückeigentümer.
Sie haben schlicht und einfach das Hausrecht und müssen
die Niederlassung fremder Personen auf ihrem Grundstück
erstmal - ganz ohne Begründung sogar - nicht dulden!
So einfach ist das - rechtlich jedenfalls.

Hauptsache jedoch ist - Mahnwache
geht weiter

Der Protest wird weitergeführt – mit einer Mahnwache
vor dem Institut. Genmais-Gegner Heiner Schrobsdorff
warb am Dienstag dafür für Unterstützung...


Zuletzt bearbeitet von Ulenspiegel am Do 30 Apr, 2009 13:51, insgesamt einmal bearbeitet
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Rosenbaum





Anmeldungsdatum: 29.08.2006
Beiträge: 1205


BeitragVerfasst am: Mi 29 Apr, 2009 21:10    Titel: GenFeldBesetzer auch weggeputzt? Antworten mit Zitat

Interessant sind die unterschiedlichen Stellungnahmen zwischen v.Thünen-Institut einerseits
und Stadt Braunschweig andererseits, warum die gewaltsame Räumung unter Einsatz größerer Polizeikräfte
und schwerem Gerät nun angeblich unumgänglich war.

Während in einer Presseerklärung das v.Thünen Institut ausführt:

Zitat:
Das widerrechtliche Eindringen wurde vom Institut zunächst geduldet.
Es zeigte sich aber, dass die Aktivitäten der Feldbesetzer den Arbeitsbetrieb auf dem Gelände
immer stärker beeinträchtigten und die Schäden am Feld ständig zunahmen.

So verteilten die Aktivisten unter anderem Stroh auf der Fläche, was die Feldbestellung erschwert,
bauten über das Wochenende mehrere Zelte auf dem Acker auf und zogen Gräben durch das Feld.
Erklärung des vTI vom 28.04.2009


... hat sich die Stadt Braunschweig als Rechtfertigung ihrer Räumungsverfügung
folgendes einfallen lassen:

Zitat:
Nach dem Bemerken des Eindringens duldete das vTI zunächst den Aufenthalt auf ihrem Gelände ...
Im Laufe der nächsten Tage kam es zu einer Beschädigung des Versuchsfeldes,
indem sich immer mehr (zeitweise mehr als 20 Personen) auf der Fläche aufhielten,
Abfälle wurden im Boden vergraben und einzelne Personen verließen die besetzte Fläche
in Richtung Versuchsstation ...
(aus einer Mitteilung der Stadt)


Das sei dann der Grund für die "Versammlungsverfügung" der Stadt auf Räumung der Fläche gewesen.

Die Verantwortlichen der Stadt, vor allem also der Oberbürgermeister, haben sich offensichtlich damit
selbst Vorwände herbeigesucht:
Idea bedenkt man den großen Medienrummel der Genfeld-Besetzung seit letzten Freitag,
haben sich natürlich "zeitweise mehr als 20 Personen" auf der besetzten Genfeld-Fläche aufgehalten.
Wurde ja auch höchste Zeit, daß die Öffentlichkeit und die Medien mal hinter die Zäune gucken.

Idea Wirklich "putzig" aber ist der zweite Vorwand für die städtische Eskalations-Verfügung:
"Abfälle wurden im Boden vergraben" ...

Question eine Erklärung dieses Vorwandes läge nahe: wahrscheinlich im Krampf des diesjährig
verunglückten Stadtputztages sollte kein Makel in der Stadt der Sauberkeit zurückbleiben ...
... könnte passen ... ausgedacht vom obersten Saubermann dieser Stadt höchstpersönlich. Wink

Aber Spass beiseite, der Vorgang zeigt die Unsicherheit der Behörden im Umgang mit einer Bevölkerung,
die zu 80% und mehr die Nase voll haben von solchen angeblich notwendigen und sicheren Experimenten
zum alleinigen Nutzen skrupelloser Firmen, ob nun bei der Atommüll-"Versuchs"einlagerung ASSE
oder jetzt bei der Genfeld-Versuchsanlage in Sachen Monsanto-Genmais.

Wie hiess es doch auf dem Transparent der Anti-Gen-Demonstranten?

"Wenn Gentechnik sicher wie die ASSE ist, dann sind wir ganz schön angepisst"

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BeitragVerfasst am: So 03 Mai, 2009 09:18    Titel: Antworten mit Zitat

Der Infokriegerstammtisch Seershausen in Kreis Gifhorn/Meinersen/Meine sucht jemand der sich mit dem Thema Genmais genauer auskennt um auf spezifische fragen konkret antworten zu können. Der Infokriegerstammtisch in Seershausen möchte im Juni eine Veranstaltung betreffend Genmais Monsanto veranstalten mit Filmvorführung und nachfolgender Diskussionsrunde, dazu werden sie Flyer fertigen und die umliegenden Bauern und Bürger einladen.Wer in dieser Hinsicht Möglichkeiten hat möchte sich bitte an die Milanstation unter www.Milanstation.de
wenden oder an mich,das ich dieses weitergeben kann..
mfg
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BeitragVerfasst am: Mo 04 Mai, 2009 07:57    Titel: Antworten mit Zitat

Hier noch ein schöner Bericht in Fall Genmanipulierter Pflanzen.
Das ganze läuft unter der Rubrik die Rache der Mücken und die Firma Monsanto.

http://www.20min.ch/news/wissen/story/Die-Rache-der-Muecken-29342795
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Beiträge: 6735


BeitragVerfasst am: Di 05 Mai, 2009 15:10    Titel: MON810: Gericht bestätigt Genmais-Anbauverbot Antworten mit Zitat

Gericht bestätigt Anbau-Verbot für Genmais
Zitat:
Braunschweig (dpa/lni) - Das Verwaltungsgericht Braunschweig hat das Anbauverbot für die Genmais-Sorte MON 810 des US-Saatgutkonzern Monsanto bestätigt. In ihrer Eilentscheidung begründeten die Richter das Verbot damit, dass aus ihrer Sicht eine Gefahrenlage besteht.

Dafür gebe es zwar keine gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnisse, aber es genügten schon Anhaltspunkte, dass Menschen oder Tiere geschädigt werden könnten. Monsanto hat in die Maissorte ein Gen eingebaut, das ein Gift gegen Schädlinge produziert. Weil sie Risiken für Tiere und Pflanzen sieht, hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Anbau der Sorte verboten.
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Rosenbaum





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BeitragVerfasst am: Mo 11 Mai, 2009 11:48    Titel: Räumungsverfügung gegen Genfeld-Besetzer illegal? Antworten mit Zitat

Presseinformation aus dem Kreis der ehemaligen BesetzerInnen des
Genversuchsfeldes an der Bundesallee in Braunschweig*

Kontakte über:
Zitat:

* Mahnwache an der Bundesallee
* Projektwerkstatt, 06401/903283

Verfasst am 10.5.2009

Klage gegen Räumung des Genversuchsfeldes


Einmischung der Stadt Braunschweig zugunsten der Gentechnik stößt
auf Kritik!

Am 27. April wurden die BesetzerInnen des Genversuchsfeldes an der
Bundesallee in Braunschweig geräumt. Dabei mussten zwei Personen aus
einem Betonblock gemeißelt und drei von einem 10m hohen Turm
heruntergeholt werden. Der Aufwand dafür war beträchtlich. An der
Räumung und damit an der Durchsetzung des Genversuchsfeldes beteiligt
waren mehrere Polizeieinheiten, die städtische Feuerwehr sowie das
Ordnungsamt der Stadt Braunschweig. Nicht aktiv beteiligt waren die
Nutznießer der Räumung: Das von-Thünen-Institut und die RWTH Aachen als
Grundeigentümer und Versuchsbetreiber blieben im Hintergrund Genau das
hat jetzt zu einer Klage gegen die Räumung geführt. Eingereicht wurde
sie von Jörg Bergstedt, einem der Besetzer des Geländes, der in der
Betonpyramide angekettet den gesamten Verlauf der Räumung mitverfolgen
konnte.

„Wir hatten eine Duldung des Eigentümers und uns mit diesem auch auf
Rahmenbedingungen verständigt – aber dann kamen Stadt, Polizei und
Feuerwehr und räumten uns weg“, begründet der Gentechnikgegner seine
Klage. VTI und die Universität Aachen hätten sich am Montag bei
niemandem auf dem Feld gemeldet. Stattdessen sei die Stadt als
Versammlungsbehörde aufgetreten und hätte behauptet, es sei gegen
Versammlungsauflagen verstoßen worden. „Die hatten die Räumungsverfügung
schon im Gepäck, als sie das erste Mal überhaupt auf der Fläche
aufkreuzten“, berichtet Bergstedt und unterstellt der Stadt politische
Motive: „Hier springt der politische Apparat der unerwünschten
Gentechniklobby an die Seite, um deren Wünsche gegen den Protest aus der
Bevölkerung durchzusetzen“. Schon während der Räumung hatten die
BesetzerInnen immer wieder Stadt, Polizei und Feuerwehr aufgefordert,
den Einsatz abzubrechen. Nur weil diese die Gentechnik schützten, ließe
sich die umwelt- und gesundheitsgefährdende Technik aus Profitgier einer
kleinen Minderheit von Konzernen und willigen ForscherInnen gegen die
Mehrheit der Menschen und den entschlossenen Widerstand durchsetzen. Die
jetzige Klage richtet sich gegen die Stadt Braunschweig: „Die zu Beginn
erfolgte Verständigung mit dem Grundeigentümer als Versammlungsauflage
umzudeuten und darauf aufbauend zu räumen, damit die Genpfuscher sich
nicht selbst die Finger dreckig machen müssen, ist eine politisch
einseitige Interessensdurchsetzung mit den Machtmitteln einer
Stadtverwaltung.“ Um die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens überprüfen zu
lassen, hat der Ex-Besetzer nun Klage eingereicht. Eine politische
Aufarbeitung, dass hier die Stadt für die Gentechnik ins Feld gezogen
sei, hält er für ebenso wichtig, doch dieses müsse an anderer Stelle
geklärt werden. Das Wichtigste sei dem Aktivisten, der sich seit der
Räumung auch an der Mahnwache vor dem Versuchsgelände beteiligt hat,
weiterhin, die Gentechnik in der Landschaft zu verhindern.

* Link zu den Verfügungen der Stadt und der Klageschrift über
http://www.julius-kungel-institut.de.vu/
* Diese Presseinformation als PDF:
www.projektwerkstatt.de/gen/2009/fal/pm090510klage.pdf


Zur Klärung obiger Frage:
Zitat:
Die jetzige Klage richtet sich gegen die Stadt Braunschweig: „Die zu Beginn
erfolgte Verständigung mit dem Grundeigentümer als Versammlungsauflage
umzudeuten und darauf aufbauend zu räumen, damit die Genpfuscher sich
nicht selbst die Finger dreckig machen müssen, ist eine politisch
einseitige Interessensdurchsetzung mit den Machtmitteln einer
Stadtverwaltung.“ Um die Rechtmäßigkeit dieses Vorgehens überprüfen zu
lassen, hat der Ex-Besetzer nun Klage eingereicht. Eine politische
Aufarbeitung, dass hier die Stadt für die Gentechnik ins Feld gezogen
sei, ...


hat die BIBS-Fraktion für die nächste ordentliche Ratssitzung am 20.Mai 09 den Punkt
"Genmaisfeldräumung - Rolle der Stadt als Versammlungsbehörde"
auf die Tagesordnung des Rates setzen lassen. Dort heißt es:

Zitat:

"Die Stadt BS hat im Zuge der Räumung des besetzten Genmaisfeldes auf dem von-Thünen-Institut als
Versammlungsbehörde zwei Verfügungen erlassen. Diese sind zu hinterfragen.
Die BIBS-Fraktion behält sich vor, zu dem Tagesordnungspunkt entsprechende Anfragen/Anträge zu stellen.

Unterschrift: Peter Rosenbaum, Ratsherr der Stadt Braunschweig, Bürgerinitiative Braunschweig (BIBS)"

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BeitragVerfasst am: Do 14 Mai, 2009 18:45    Titel: Antworten mit Zitat

So habe hier mal etwas zusammen gesucht was mit Monsanto zutun hat,damit man weiß worum es geht:

http://www.youtube.com/watch?v=sNHoIEhjA8k

Dann haben wir hier noch Monsanto-mit Gift und Genen:

http://video.google.de/videoplay?docid=-7781121501979693623&ei=c0oMSo-VC9TN-Qb4vOHzAw&q=monsanto&hl=de

Und hier noch die Gesprächsrunde betreffend dem Film über Monsanto:

http://video.google.de/videoplay?docid=3749841508997061961&ei=c0oMSo-VC9TN-Qb4vOHzAw&q=monsanto&hl=de

mfg
Luzi
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Rosenbaum





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BeitragVerfasst am: Mo 18 Mai, 2009 14:12    Titel: Aussaat von Genmais verhindern Antworten mit Zitat

Soeben wurde folgende Presseerklärung der Anti-Gen-Initiative herausgegeben:

Zitat:

Initiative „Keine Gentechnik-Versuche in Braunschweig!“
Braunschweig
, den 17.5.2009

Presseerklärung anlässlich des dreiwöchigen Bestehens der Mahnwache gegen den
beabsichtigten Genmais-Versuch im „von-Thünen-Institut“ (ex-FAL) Braunschweig
Genmais-Aussaat absagen!


Anlässlich des mittlerweile dreiwöchigen Bestehens der Mahnwache vor dem von-Thünen-Institut im
Westen von Braunschweig fordert die Initiative „Keine Gentechnik-Versuche in Braunschweig!“ die
RWTH Aachen und das von-Thünen-Institut auf, die beabsichtigte Aussaat von gentechnisch
manipuliertem Maishybriden MON89034xMON88017 der Firma Monsanto zu unterlassen, diese
Unterlassung öffentlich bekannt zu geben und den Versuch abzusagen.

Die Initiative fordert die beteiligten Institutionen weiterhin auf, der Öffentlichkeit auch nach der Absage
des Versuches einige Erklärungen zu geben:
– Welchen Einfluss hätte die Firma Monsanto, Eigentümer der Mais-Sorte
MON89034xMON88017, auf die Veröffentlichung von Versuchsergebnissen?
– Stimmt es, dass Forscher sich verpflichten mussten, die Versuchsergebnisse vor einer
Veröffentlichung Monsanto vorzulegen?
– Dem Maishybrid Mon88019xMon89034 wurde eine Resistenz gegen das Totalherbizid
Glyphosat zugefügt, dieser Mais ist also für die Anwendung von Glyphosat ausgelegt. In
welchem Umfang hätte dieses Totalherbizid ausgebracht werden sollen, um die Anwendung des
Mais realistisch zu untersuchen?
– Welche Maissorten hätten neben Mon88019xMon89034 noch ausbracht werden sollen – sind dies
alles gentechnik-freie Sorten?

Andreas Riekeberg, Mitglied der Initiative: „Wenn das von-Thünen-Institut und die RWTH Aachen von
ihrem Versuch überzeugt wären: warum haben sie dann nicht zu öffentlichen Informationsveranstaltungen eingeladen?
Stattdessen wurde es den Initiativen der Gentechnik-Gegner_innen überlassen, die Anwohnerinnen und Anwohner
über diesen Versuch und die Folgen der gentechnischen Manipulation von Pflanzen aufzuklären.“

Zur grundsätzlichen Unverträglichkeit dieses gentechnischen Freisetzungsversuches mit konventioneller
Landwirtschaft stellt Imker Heiner Schrobsdorff fest: „Würde der GVO-Mais Mon89034xMon88017
im August zur Blüte gelangen, dann würden Bienen benachbarter Imker ihn
anfliegen, um Pollen aufzunehmen – und dieser Pollen würde sich im Honig wiederfinden.

Mon89034xMon88017 aber hat keine Lebensmittelzulassung, deswegen wäre der Honig nach einer Kontamination
mit Pollen davon nicht mehr verkehrsfähig. Bei diesem Versuch fehlen offensichtlich Vorkehrungen gegen
die Aufnahme von Pollen durch Bienen mit nachfolgender Kontamination des Honigs, wie sie nach §16, Abs. 2
Gentechnikgesetz notwendig sind.“

„Im übrigen dient auch dieser Versuch der Durchsetzung der Agro-Gentechnik“, formuliert Mirjam Schulze
die grundsätzliche Kritik der Initiative. „Diese Technik treibt die Industrialisierung der Landwirtschaft voran,
macht die Patentierung von Pflanzen möglich und geschieht insgesamt zum Nutzen der Agrarchemie-Konzerne.
Sie wird aus guten Gründen von der Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt.“

Für weitere Auskünfte:
Heiner Schrobsdorff, Tel.: 0531 / 2274952
Andreas Riekeberg, Tel.: 0170 / 1125764
Homepage: www.bs-gentechfrei.de
Email: info@bs-gentechfrei.de


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